Sonntag, 17. Dezember 2017

Jólamarkaður - Village de Noël Islandais

Isländisches Dorf auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt 2017


Island als Gastland 2017

Der Weihnachtsmarkt in Straßburg gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte Europas, seit fast 450 Jahren findet dort dieser besondere Markt in der Vorweihnachtszeit statt.

Auf jeden Fall ist er einer der schönsten Weihnachtsmärkte, finde ich, da die Straßen und Plätze und Häuser ganz oft prächtig geschmückt sind und abends dann alles festlich erleuchtet wird.


Jedes Jahr präsentiert sich ein anderes Land als "Gastland" auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt. In den letzten Jahren waren als Gastland z.B. Portugal, Luxemburg, Belgien und Georgien dort vertreten. Auf der Place Gutenberg wird dann jeweils ein "Dorf" aufgebaut, um Handwerk, Kultur und kulinarische Spezialitäten des Gastlandes zu zeigen und sich gleichzeitig auch als Urlaubsland zu präsentieren.

Wir hatten zufällig mitbekommen, dass als Gastland 2017 Island ausgewählt wurde, also war klar - da will ich unbedingt hin. Jetzt zum 3. Advent haben wir das Wochenende dort verbracht und uns am Samstag ausgiebig den Weihnachtsmarkt und natürlich ganz besonders das "Village de Noël Islandais" angeschaut.


Unser Besuch auf dem isländischen Weihnachtsdorf


In dem "isländischen Dorf" waren mehrere Buden mit typisch isländischem Essen vertreten.

An einem Stand gab es isländische Lakritzschokolade in verschiedenen Sorten, dazu typisch isländische Liköre aus Blaubeeren, Rhabarber, Krähenbeeren etc.


An einem anderen Stand gab es diverse typische Spezialitäten, z.B. Räucherlachs aus Aquakulturen in den Westfjorden, den man auch direkt probieren konnte, ...


...verschiedene Sorten Ísey-Skyr, den man ebenfalls direkt probieren konnte, ... 


...und verschiedene Sorten Einstök-Bier.


Außerdem gab es noch heiße Getränke wie den isländischen Glühwein, den Jólaglögg.

Auch "Bæjarins beztu pylsur", sozusagen die bekannteste Hot-Dog-Bude Reykjaviks, war mit einem eigenen Stand auf dem isländischen Weihnachtsdorf vertreten. Hier gab es, außer den obligatorischen Hot Dogs, auch noch Hangikjöt mit Flatbrauð, Kjötsúpa und weihnachtliches Laufabrauð.


Es gab sogar einen Stand nur mit Lebertran.

Ja, ich weiß, Lebertran enthält viel Vitamin A, Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren. Ja, ich weiß, für eine ausreichende Versorgung des menschlichen Körpers ist genug Sonnenlicht erforderlich. In einem Land wie Island, wo es im Winter so lange dunkel ist, hat es definitiv seine Berechtigung, dass man Lebertran  zu sich nimmt. Teilweise findet man Lebertran auch auf dem Frühstücksbüffet in isländischen Hotels. Aber rein geschmacklich... nun ja.

Auf Isländisch heißt Lebertran übrigens Lýsi, am verbreitesten ist Þorskalýsi, also "Dorschlebertran", der aus Dorschlebern hergestellt wird.


Es gab - natürlich! - auch zwei Stände mit typisch isländischen Woll-Waren. An dem einen Stand gab es vor allem Mützen, Handschuhe und Socken, an dem anderen Stand jede Menge gefilzte Figuren, wie hier diese Wichtel, Weihnachtsmänner und Weihnachtskatzen.


Ganz konnte ich natürlich nicht widerstehen - diese ganz besonders eigenwillige Weihnachtskatze durfte mit.



Außerdem gab es noch einen Info-Stand von "Inspired by Iceland" über Island und Island als Urlaubsziel - und in den Fenstern des typischen kleinen roten Häuschens konnte man die 13 isländischen Weihnachtsmänner bestaunen.



Alle 13 Weihnachtsgesellen, ihre Eltern und die Weihnachtskatze waren vertreten!


Gemütlich haben wir den Abend schließlich mit jólaglögg und heitt súkkulaði ausklingen lassen...



Trotzdem war ich am Ende des Tages, nach bald 6 Stunden Hardcore-Weihnachtsmarkt-Besuch, ordentlich fertig, wie man hier sieht..!

Ich habe fertig! 

Der Weihnachtsmarkt mit dem isländischen Dorf ist noch bis zum 24. Dezember geöffnet, Montag bis Donnerstag hat der Markt von 11 Uhr bis 20 Uhr geöffnet, am Freitag schließt er erst um 21 Uhr und am Samstag um 22 Uhr. Am Heiligabend hat der Weihnachtsmarkt von 11 bis 18 Uhr geöffnet. (Ein paar Teile des Straßburger Weihnachtsmarkt hat noch vom 26. bis 30. Dezember geöffnet, das isländische Dorf aber nicht.)

In diesem Sinne dann:
Frohe Weihnachten! Gleðileg jól!






Mittwoch, 13. Dezember 2017

Prince Polo ís með kanil

Prince-Polo-Eis mit Zimt


Nachdem ich in Island schon das Prince-Polo-Skyramisu ausprobiert hatte, hier noch mal ein Rezept für ein Prince-Polo-Eis - mit Zimt. Juchhu, ich liebe Zimt!


Zutaten

7 Prince-Polo-Kekse á 35 g
3 Eigelb
2 EL Zucker
1 TL Zimt
200 g Vollmilch-Schokolade
350 g Vanille-Skyr
150 ml Schlagsahne


Zubereitung

Die Prince-Polo-Kekse vorsichtig in möglichst kleine Stücke schneiden oder hacken...


...und in einer geeigneten Form verteilen.


In einer großen Schüssel Eigelb und Zucker schaumig rühren...


...und dann den Zimt unterrühren.


Den Skyr hinzugeben und die (ungeschlagene!) Schlagsahne und alles zu einer cremigen Masse verrühren.



Die Vollmilch-Schokolade im Wasserbad schmelzen...


...und ebenfalls unterrühren.



 Die Eis-Masse dann über die Prince-Polo-Brösel geben, nach Geschmack noch mit ein bisschen Zimt oder Wiener-Melange-Gewürz bestreuen...


und mind. 4 Stunden lang im Tiefkühlschrank gefrieren lassen.

Das Dessert dann leicht angetaut servieren.


Guten Appetit!







Hálfmánar

Halbmonde


Ich bin dieses Jahr irgendwie kaum zum Backen gekommen, jetzt in der Vorweihnachtszeit. Aber dieses Rezept für die "hálfmánar" musste ich einfach ausprobieren - dafür habe ich einfach zu viele Pflaumenmus-Liebhaber hier!


Zutaten

500 g Mehl
300 g Margarine
250 g Zucker
1/2 TL Hirschhornsalz
1 Ei
2 EL kaltes Wasser

Pflaumenmus

1 Eigelb


Zubereitung 

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Mehl, Margarine, Zucker, Hirschhornsalz, das Ei und das kalte Wasser....


...in eine große Schüssel geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig dann ca. 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.


Aus dem Teig kleine Kugeln formen...


...und mit der Hand plattdrücken.

In die Mitte dann jeweils einen Klecks Pflaumenmus geben, ...


...zusammenklappen und den Rand mit einer Gabel vorsichtig andrücken, so dass sich beim Backen möglichst nichts öffnet.


Die Halbmonde auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.

Das Eigelb verquirlen und die Halbmonde damit bestreichen.


Bei 180° Ober-Unter-Hitze dann ca. 7 - 10 Minuten lang backen.


Gut auskühlen lassen und dann genießen!

Die Kekse halten sich in einer verschlossenen Blechdose auch durchaus einige Wochen.