Donnerstag, 23. März 2017

Rúllupylsa

Rollwurst


Diese Rollwurst (Rúllupylsa) ist eine ideale Verwertung für weniger hochwertiges Bauchfleisch und andere Fleischreste, die zu einer Art "Rollbraten" weiterverarbeitet werden.


Zutaten

1 kg Bauchfleisch vom Lamm
3 TL Salz
1 TL Zucker
1 Prise schwarzer Pfeffer
2 TL gehackte Petersilie
1 kleine Zwiebel
1,5 l Fleischbrühe

Faden oder Garn zum Zusammenschnüren


Zubereitung

Das Fleisch in möglichst dünne Streifen / Scheiben schneiden.


Die Zwiebel schälen und möglichst klein hacken und mit dem Salt, dem Zucker, dem gemahlenen Pfeffer und der Petersilie vermischen...


...und die Fleischstücke damit auf der Oberseite bestreichen.


Von der Längsseite her fest aufrollen, wie eine große Roulade, mit Faden (ich habe Wurst-Garn genommen, das ist robuster, lebensmittelgeeignet und optisch auch gut wiederzufinden!) zubinden...


und mind. 2 Stunden bei schwacher Hitze in einem Topf mit der Fleischbrühe ziehen lassen.


Aus der Brühe nehmen, ...


...zwischen zwei Brettchen legen, in den Kühlschrank stellen und mit etwas Schwerem beschweren.


Mind. 24 Stunden kalt pressen, dann vorsichtig die Schnüre entfernen, die Rúllupylsa in dünne Scheiben schneiden und auf Brot servieren.


(Eigentlich sollte man die gerollte Struktur der Fleischstücke im Anschnitt besser erkennen, aber irgendwie habe ich das mit meinem Stück Bauchfleisch vom Lamm nicht perfekt hinbekommen. Dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch!)

Dienstag, 21. März 2017

Blogevent Smurálegg

Eine Woche rund ums Thema Aufstrich



Wurst und Käse, wie wir es in Deutschland meist kennen, haben eigentlich erst in neuerer Zeit Eingang in die isländische Küche gefunden.

Leberwurst - hier warm und gebraten

Früher aßen die Isländer überwiegend Blutwurst (Blóðmör) und Leberwurst (Lifrapylsa), auch Leberpastete, was eine ideale Resteverwertung war, so konnte man praktisch alles vom Schaf nach dem Schlachten verwenden. Außerdem gab es noch Rollwurst (Rúllupylsa), bei der weniger gutes Bauchfleisch und andere Fleischreste zu einer Art "Rollbraten" weiterverarbeitet wurden.

Käse war lange in Island - nun ja, vielleicht etwas vernachlässigt. In den letzten Jahren gibt aber einige kleine, sehr ambitionierte Käsehersteller in Island und man findet zunehmend spannende, isländische Käsesorten, wie z.B. den klassischen "Gullosta" (= "Goldenen Käse"), eine Art Camembert, dann verschiedene Sorten Edelschimmel-Käse, verschiedene Hartkäse...

Spezialitätenauswahl in der Ostabúðin in der Skólavörðustígur in Reykjavík

Isländische Käsesorten werden übrigens überwiegend aus Kuhmilch hergestellt. Der besondere Geschmack der Käse wird darauf zurückgeführt, dass isländische Kühe fast ausschließlich mit Gras ernährt werden.

Kuh über Akureyri

Ein relativ gebräuchlicher Aufstrich war außerdem auch noch...


... Droschrogenbutter.

Berjahlaup

Marmelade, wie z.B. Blaubeermarmelade, Beerengelee (Berjahlaup) oder auch diverse Tomatenmarmeladen, isst man in Island meistens auf einem Butterbrot mit einer Scheibe Käse darauf.

Tomatenmarmelade mit Zimt und Limette


Ein paar Rezepte für typisch isländische Brotaufstriche habe ich schon im Blog, ein paar andere möchte ich Euch im Laufe dieser Woche hier vorstellen - hier mal ein Überblick über einige typisch-isländische Brotaufstriche und -beläge:

Leberwurst (Lifrapylsa)
Rollwurst (Rúllupylsa)
Mýsingur (Molkenkäse)
Beerengelee (Berjahlaup)
Tomatenmarmelade mit Zimt und Limette
Rogenbutter



Montag, 13. März 2017

Bláberjabaka

Blaubeerkuchen


Ich habe von meinen Kollegen zum Geburtstag eine neue große Backform geschenkt bekommen - die ich mit diesem Rezept für Bláberjabaka gleich eingeweiht habe.

Das Rezept eignet sich übrigens sowohl für frische als auch für tiefgekühlte Blaubeeren.


Zutaten

100 g Margarine
240 g brauner Zucker
2 Eier
340 g Mehl
3 TL Backpulver
1 TL grobes Meersalz
180 g Milch
240 g Blaubeeren

180 g brauner Zucker
100 g Mehl
1 TL Zimt
1 Prise gemahlene Vanille
100 g Margarine


Zubereitung

Den Backofen auf 180° Ober-Unter-Hitze vorheizen.

Die Margarine mit dem Zucker und den Eiern schaumig rühren.


Mehl, Backpulver und Salz hinzufügen und verquirlen.


Anschließend die Milch dazu gießen und alles zu einem möglichst glatten Teig verkneten.

Zum Schluss noch vorsichtig die Blaubeeren unterziehen, ...


...den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Backform (ca. 25 x 35 cm) geben und vorsichtig glattstreichen.

Für die Streusel noch in einer zweiten Schüssel den Zucker mit dem Mehl, dem Zimt, der Vanille und der Margarine mit den Händen verkneten und die Streusel über den Kuchenteig verteilen.


Den Kuchen bei 180° Ober-Unter-Hitze ca. 45 Minuten (bisschen länger?) backen, bis die Streusel schön goldbraun geworden sind und ein Holzstäbchen beim Einstechen nicht mehr am Teig kleben bleibt.


Den fertigen Blaubeerkuchen dann am besten noch lauwarm mit frisch geschlagener Sahne servieren.